HilfeTelefon Frauen

Der seit dem 12. Januar dieses Jahres neu herausgegebenen "Newsletter Frauen-und Genderpolitik" orientiert im Auftrag des Parteivorstandes auf folgende aktuellen Aufgaben: -bitte hierzu den Button an der rechten Seitenspalte anklicken! Für unsere Arbeit vor Ort prüfen wir: -für SO.,den 14.02.(Valentinstag) ist eine weitere bundesweite ONE-BILLION-RISING-Tanz-Aktion in Vorbereitung. -zum Thema " Kampf gegen Prostitution" als Ausdruck patriarchaler Gewalt-und Herrschaftsverhältnisse findet ihr einen Aufruf von Mitgliedern unserer Partei mit online-Unterzeichnungs-Möglichkeit- BITTE vor Ort weitergeben und UNTERSTÜTZEN!!! -und zur Information: seit Jahresbeginn besteht in München eine extra für WEIBLICHE FLÜCHTLINGE MIT/OHNE KIND/er angedachte Frauen-Flüchtlingseinrichtung; es ist bundesweit und in Bayern die ERSTE DIESER ART; organisiert von den Trägern Condrobs, Frauenhilfe sowie pro familia

aktuelle Meldungen der AG Frauen
19. Oktober 2017 übermittelt- Ch. Dommer

MEHR FRAUEN BRAUCHT DAS PARLAMENT

Der Bundestag ist nach rechts gerückt UND „männlicher“ geworden. 36,5 % Frauenanteil waren es bisher, seit dem 24. September sind es nur noch 30,7 %! Das bedeutet 20 Jahre zurück in die Vergangenheit!!!

Ursachen:

-Antifeminismus der AfD siehe Wahlprogramm: 

Kleinfamilie einzig als Ehe zwischen Mann und Frau, Einschränkung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch, Zurückdrängung pluraler Lebens-weisen; lediglich 10 % Frauen i. d. AfD BT`s-Fraktion 

-auch bei Union und FDP waren Mittel zur Erreichung formaler Gleichstellung wie die Quote noch nie  ein Schwerpunkt, deshalb dürfen NUR ca. 20 % Frauen in ihren Fraktionen mitbestimmen

Aus dieser MEHR MÄNNLICH dominierten Zusammensetzung werden Durchsetzungs-Perspektiven für frauenpolitische Anliegen in doppelter Hinsicht schwieriger; denn nicht nur die Regierungsmehrheit, 

die bestimmt, ob die Gleichberechtigung der Geschlechter vorankommt: 

AUCH das Geschlecht der Abgeordneten hat einen enormen Einfluss auf deren Politik. 

So wurde die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe vor 20 Jahren erst nach jahrzehntelangen Kämpfen gegen den Widerstand vor allem männlicher Abgeordneter erreicht. Die von zivilgesellschaftlichen AkteurInnen lange geforderte Reform des Sexualstrafrechts fand ihren Abschluss im Parlament durch die gute überfraktionelle Zusammenarbeit vor allem von weiblichen Abgeordneten. 

Der Schutz von Frauen vor (meist männlicher) Gewalt oder die Durchsetzung der Forderung „Gleiches Geld für gleiche und gleichwertige Arbeit“ werden wohl schwer zu erreichen sein, solange der Prototyp des Abgeordneten männlich und sich zugleich für ein konservatives Familien- und Frauenbild einsetzt.

Deshalb ist es an der Zeit für ein neues Wahlrecht! Damit eine paritätische Besetzung von Wahllisten und Wahlkreisen gesichert wird und die Hälfte der Bevölkerung angemessen im Parlament vertreten sein kann.

siehe auch: 100 Jahre Frauenwahlrecht – was bedeutet das heute?