6. März 2015

Fritz Hofmann: „Entweder es stirbt der Kapitalismus – oder es stirbt Mutter Erde“ (Evo Morales)

Mit diesem Ausspruch von Evo Morales wurden die Ausführung von Fritz Hofmann – Betriebsratsmitglied im Opelwerk Eisenach – eingeleitet. Zu dieser ersten Veranstaltung des Jahres 2015 des Rosa-Luxemburg-Clubs Eisenach hatten sich 40 interessierte – vor allem linksorientierte Zuhörer und Disputanten in der Gaststätte „Augustiner“ in Eisenach eingefunden.

Der Referent betonte in seinem Vortrag, dass unter den herrschenden kapitalistischen Eigentums- und Produktionsverhältnissen und dem damit verbundenen Streben nach Maximalprofit eine lebenswerte und existenzsichernde Gesellschaft nicht möglich ist.

Nach seinem Empfinden würden auch die Linken in ihren Zielformulierungen der notwendigen Vergesellschaftung des Reproduktionsprozesses nicht die notwendige Bedeutung beimessen.

Die Aufzählung der weltweiten Umweltsünden, des Raubbaues an der Natur der Gefahren durch Rüstung, Kernkraft und Klimawandel – bis hin zum Süßwassermangel und Nachtschichtarbeit war beeindruckend – aber der Stand des nationalen bzw. globalen Widerstandes und seiner realen Perspektiven wurde kaum benannt.

In der nachfolgenden Diskussion wurde mehrfach betont, dass ein ewiges Wachstum nicht möglich sei und man die echten Bedürfnisse der Menschen neu definieren muss.

Es wird eingeschätzt, dass die Veranstaltung auf reges Interesse gestoßen ist und dem Informations- und Diskussionsbedürfnis zu gesellschaftlich-politischen Fragen entsprach.

Das Bedürfnis nach weiteren Diskussionsbeiträgen war vorhanden. Dem konnte aber durch die zeitlich begrenzte Veranstaltung nicht entsprochen werden.

E. Uxa