aus dem Stadtrat Eisenach
13. Mai 2016

Ein kritischer Blick auf die Deutsche Burschenschaft

Kati Engel (MdL, Die LINKE.Thüringen), Uwe Semmler (Vorsitzender DIE LINKE Stadtverband Eisenach), Rüdiger Bender (Referent)

Am gestrigen Abend lud das RosaLuxx., das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach, sowie das Abgeordnetenbüro Madeleine Henfling (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zu einem kritischen Vortrag zur Deutschen Burschenschaft mit Rüdiger Bender ins Nachbarschaftstreff in Eisenach ein. Trotz strahlendem Sonnenschein, verirrten sich knapp 30 Besucher in die Räumlichkeiten im Goetheviertel.

Rüdiger Bender startete mit einem geschichtlichen Abriss über Burschenschaften, ging hierbei vor allem auf die Bedeutung der Männerbünde zur Wendezeit ein und kam schließlich auf die gegenwärtige Situation zu sprechen. Hierbei zeigte er am Beispiel Österreich, wie weit rechts die Burschenschaften teilweise stehen, denn der derzeitige Präsidentschaftskandidat der FPÖ sei in einer Burschenschaft.

Auch in Deutschland gibt es aktuell noch genug Beweise für eine klare politisch rechte Ausrichtung der Männerbünde. „Man hört derzeit Stimmen in der DB, die sich den Worten von Elsässer und Götz Kubitschek bedienen“ so Bender. Darüber hinaus zeichnet sich eine Entwicklung in Richtung AfD ab. Neben diesen Verbindungen zu rechten Parteien und Akteuren, zeigte Bender den elitären, sexistischen und teiweise auch stark antisemitischen Habitus in der Deutschen Burschenschaft auf.

Abschließend stand Rüdiger Bender den interessierten Gästen als kompetenter Ansprechpartner für Fragen, Rede und Antwort und gab den Menschen friedliche Lösungswege zum Umgang mit Burschenschaften mit auf den Weg. Hierbei lobte er die Gastunfreundlichkeit der Eisenacher, die auch bei den Männerbünden angekommen ist.

Am 17.05.2016 ab 18:30 Uhr ist im Bürgerzimmer des Klubhauses in Seebach der selber Vortrag ein weiteres Mal zu hören. Auch hierzu laden wir herzlich ein.