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29. Dezember 2011

Denkmalschutz im Wald fragwürdig; Katja Wolf holt Thema in den Landtag

Für einen Schildbürgerstreich könnte man es halten, was im Moment im Wald rund um Eisenach passiert. So zumindest sieht es die Landtagsabgeordnete Katja Wolf aus Eisenach.
Die Fläche rund um die Wartburg erhält den Status eines Denkmals. 1.330 ha Wald auf diese Weise als „Waldpark“ auszuweisen, habe auf den ersten Blick Charme. Wenn man es jedoch genauer betrachte, stecke der Teufel im Detail.

„Was darf der Forst noch, was nicht?! Wer muss vor Maßnahmen befragt werden, ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung überhaupt noch möglich?!“ All das sei nicht geklärt, stellt Wolf fest. Es gäbe nach Denkmalschutzgesetz nur die Kategorie historische Park- und Gartenanlage. Dies passe einfach nicht zu 1.330ha Wald.
Dass bei der Ausweisung das zuständige Forstamt nicht angehört wurde, sei ärgerlich. Dieses Vorgehen ist für eine enge Zusammenarbeit zwischen Denkmalschutz und Forst nicht hilfreich.
Wolf fordert schnellstmöglich Klarheit. Sie wird die Thematik im zuständigen Forstausschuss im Landtag zur Sprache bringen. Hier ist sie ordentliches Mitglied.
„Ich bin immer für die Beachtung des Denkmalaspektes, sinnvoll muss es jedoch sein. Hier habe ich den Eindruck, dass durch die kalte Hintertür Fakten geschaffen werden, die eine gute nachhaltige Waldbewirtschaftung erschweren oder gar unmöglich machen. Das ist der falsche Weg.“, so Wolf.