aktuelle Meldungen aus dem Kreisverband
21. Dezember 2011

Nahverkehrsplan mit Licht und Schatten

Steigende Zahlen bei den Fahrgästen der Verkehrsgesellschaft Wartburgkreis ist ein wichtiges Indiz dafür, dass der öffentliche Personennahverkehr im Wartburgkreis funktioniert.

Doch angesichts gekürzter Zuschüsse des Landes muss man sich die Frage stellen, was sich der Kreis noch leisten kann. Das war die zentrale Frage in der Diskussion im Kreistag zum Nahverkehrsplan für den Zeitraum 2012 bis 2016. Vizelandrat Krauser bezeichnete in seiner Rede den Nahverkehrsplan als „Kompromiss mit Augenmaß“ und erteilte damit auch der Forderung des Bürgermeisters von Marksuhl, die Leistungsstandards zu senken, eine Absage.
Inge Weigel (Behindertenbeauftrage, CDU) hat hervorgehoben, dass auf die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen (Behinderte) besonders Rücksicht genommen wurde. Reinhardt Böhnhardt von der Linksfraktion hätte sich, wie alle seine Fraktionsmitglieder gewünscht, dass sozial benachteiligte Bürgerinnen und Bürger kostengünstiger mit dem Bus fahren können, um so am gesellschaftlichem Leben des Wartburgkreises teilnehmen zu können. Auch dieser Personenkreis ist „mobilitätseingeschränkt“. Seine Fraktionskollegin Rosel Neuhäuser verwies auf weitere Problemfälle, die aus der älter werdenden Bevölkerung resultieren. Wenn ältere Menschen ihre Fahrerlaubnis freiwillig abgeben, so bekommen diese in anderen Regionen einem Jahresfahrschein des ÖPNV gratis.