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29. Juli 2014

Betreuungsgeld hält von Bildung fern

Die Studie des Deutschen Jugendinstituts und der Universität Dortmund bestätigt die Kritik der LINKEN, die seit fast zehn Jahren moniert, dass das Thüringer Erziehungsgeld und jetzt auch das Betreuungsgeld Kinder aus ärmeren Familien von frühkindlicher Bildung fern hält.

Zum 1. August wird das Betreuungsgeld von 100 Euro auf 150 Euro angehoben. Doch die Kritik, an dem von der CSU noch unter Schwarz-Gelb vor einem Jahr durchgesetzten Projekt, wird die LINKE weiterhin bekräftigen.

"Die CDU wollte uns immer weismachen, dass es den Eltern nur um die beste Erziehung und die Bindung zu ihren Kindern geht, wenn sie sie später in den Kindergarten bringen", sagt die Landtagskandidatin der LINKEN, Christiane Leischner. "Jetzt ist klar: auch Eltern, die um die Bedeutung früher Bildungsangebote wissen, verzichten darauf, wenn sie das Geld für ihre Haushaltskasse brauchen."

Anstatt Kinder z.B. von Sprachförderung fern zu halten, sollten die Hartz IV-Sätze angehoben und dieses bildungsfeindliche Förderinstrument wieder abgeschafft werden. "CDU und CSU nehmen billigend in Kauf, dass sich die soziale Herkunft weiterhin negativ auf die Zukunftschancen von Kindern auswirkt", kritisiert Leischner.

Sollte DIE LINKE in Regierungsverantwortung kommen, werden wir zumindest das Erziehungsgeld wieder abschaffen und uns um die Verbesserung der Bildungsqualität schnellstmöglich kümmern.

Der Zuschuss für Eltern, die ihr Kind zu Hause betreuen, ist ein aus frauen- und integrationspolitischer Sicht ein großer Irrweg.

Christiane Leischner