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4. September 2017 G. Anacker

Gedenken an die Ermordung von Waldemar Estel

Buttlar – Über 30 Mitglieder und Sympathisanten der Kameradschaft Florian Geyer, sowie Mitglieder der Kreisorganisation der Linken gedachten am 3. September der Ermordung des Gefreiten der DDR – Grenztruppen Waldemar Estel, vor 61 Jahren, am 3. September 1956. Ehemalige Kampfgefährden aus Geisa, Sonneberg Erfurt und Mühlhausen, sowie deren Familienangehörige fanden sich an der Gedenkstätte zwischen Buttlar und dem hessischen Hühnfeld ein, um an diesen feigen Mord zu erinnern. Wie der Vorsitzende der Kameradschaft Florian Geyer, Harald Hentschel erinnerte, habe sich erst Jahre nach dem feigen Mord herausgestellt, dass ein spanischer Bürger dieses Verbrechen begangen habe und anschließend auf das Gebiet der Bundesrepublik geflüchtet sei.

Zeitzeuge Horst Olack aus Erfurt, der damalige Soldat und FDJ – Sekretär in der Grenzkompanie Buttlar kannte Waldemar Estel persönlich und war unmittelbar nach dem schrecklichen Mord an der

Stelle des Verbrechens. Er schilderte den vermutlichen Hergang der Gräueltat, was nach der Abgabe des Signalschusses von Waldemar Estel im damaligen Grenzgebiet geschah. Der Mörder sei nach der Tat auf ein Fahrzeug des Bundesgrenzschutzes aufgesprungen und geflohen. Horst Olack brachte diese tödliche Provokation an der Staatsgrenze mit der unmittelbar bevorstehenden Bundestagswahl in der BRD im Zusammenhang. Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung versicherten, diese jährliche Tradition zur Ehrung von Waldemar Estel auch weiterhin fortzusetzen und riefen dazu auf, die Unterschriftenaktion zum Stopp der nuklearen Aufrüstung in Deutschland und den Abzug der Atomwaffen aus Büchel zu intensivieren.