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14. September 2017 G. Anacker

Wann wird man je verstehen ….?

Traditionelle Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer des Faschismus


Bad Salzungen – Auch an diesen 2. Septembersonntag gedachten über 30 Bürger aus der Region am Mahnmal im Rathenaupark den Opfern und Verfolgten des Faschismus. Der Bad Salzunger Regionalgruppe der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten ist es zu verdanken, dass

diese seit Jahren gepflegte Tradition aufrecht erhalten wird, unterstrich dessen Vorsitzender Jürgen Putzke zu Beginn der Gedenkveranstaltung. Das Mitglied des Thüringer Landtages Anja Müller (Die Linke), sowie die Präsidentin des Bad Salzunger Stadtrates, Elka Rödl waren auch in diesen Jahr herzlich begrüßte Gäste. In ihrer Gedenkansprache hob die Gewerkschaftsfunktionärin des DGB Hessen Thüringen Julia Langhammer lobend hervor, dass es in Bad Salzungen und Umgebung engagierte Bürger gibt, um die antifaschistische Erinnerungskultur lebendig zu halten, damit die Gräueltaten des deutschen Faschismus nicht in Vergessenheit geraten. Solchen Menschen, die während und nach dem Faschismus dafür sorgten, ein friedliches und demokratisches Deutschland aufzubauen gelte noch heute der Dank für die aktive Erinnerung, lies Julia Langhammer verlauten. Während in der DDR der Antifaschismus zum Gründungsmythos gehörte, werden heute linke und rechte Ideen oft gleichgesetzt. Die Verbrechen der NS – Zeit dürfen nie in Vergessenheit geraten unterstrich die Rednerin und erinnerte an die gesellschaftliche Verantwortung der heutigen Generation, den Schwur der Opfer von Buchenwald, nach einer friedlichen Welt Wirklichkeit werden zu lassen. „Heute gibt es weltweit wieder Krieg und deshalb haben wir die Verantwortung aktiv zu werden, für eine Welt ohne Krieg“ rief Julia Langhammer den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung zu. Schülerinnen das Dr. Sulzberger Gymnasiums aus Bad Salzungen umrahmten die Veranstaltung mit eindrucksvollen Rezitationen und Texten.

Die Gymnasiastinnen erinnerten dabei an die Zeit während und dem Ende des 2. Weltkrieges, an auseinandergerissene Familien, zerstörte Städte, Dörfer und Landschaften und ergänzten ihren Vortrag mit den vor allem von Marlene Dietrich gesungenen Antikriegssong „Wann wird man je verstehen …...?“.