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Auszeichnungen für zwei Bürgerinitiativen in der Wartburgregion

Der Journalist Wolfram Weidner hat einmal gesagt „Politiker verstehen unter mündigen Bürgern diejenigen, die zu allem den Mund halten“, doch nicht alle halten sich daran. Das ist auch gut so, so der Landtagsabgeordnete Kuschel (DIE LINKE).
Denn, wenn Bürgerinnen und Bürger sich für die Verbesserung der Lebensqualitäten vieler einsetzen, verdient dieses bürgerliche und soziale Engagement höchste Anerkennung.

Zwei aktive Bürgerinitiativen aus dem Wartburgkreis wurden am 15. Oktober 2011 in Rudolstadt vom Kommunalpolitischen Forum e.V. ausgezeichnet. Auf Empfehlung des Landtagsabgeordneten Frank Kuschel / MdL (DIE LINKE) folgte die Jury diesem Vorschlag und verlieh beiden den „Kommunalen Initiativpreis 2011“.
Geehrt mit dem 3. Platz des Kommunalen Initiativpreises 2011 wurde die Bürgerinitiative „Kein Weg zum Bahnsteig4“. Um den Zugang zum Gleis 4 auf dem Bad Salzunger Bahnhof, dem einzig befahrenen Bahnsteig,  für Menschen mit einer körperlichen Behinderung, für Eltern mit Kinderwagen oder Senioren zu ermöglichen, dafür setzt sich die Initiative ein. Der Sprecher und Mitinitiator der Bürgerinitiative Herr Angelo Schromm, selbst auf einen Rollstuhl angewiesen, hat es verstanden, in relativ kurzer Zeit ein Bündnis von Verbänden, Vereinen, Behindertenbeauftragten,  Parteien und Bürgern auf die Beine zu stellen und dies auch öffentlichkeitswirksam leben zu lassen. Aktionen, Statements und Initiativen kann man unter www.keinwegzumbahnsteig4.de, verfolgen. Herr Bernd Schlosser, Mitglied bei dem Fahrgastverband Pro Bahn Thüringen, übernahm für alle Mitinitiatoren die Auszeichnung.

Die zweite Ehrung wurde an die Bürgerinitiative „Bundesstraße B62“ aus Leimbach und Kaiseroda vergeben. Stellvertretend für die vielen Beteiligten nahm der Sprecher und Vorsitzende Herr Frank Schwarz die Auszeichnung in Rudolstadt entgegen.
Seit über zwei Jahrzehnten setzt sich die BI „B62“ für den Bau der Ortsumgehung in Leimbach und Kaiseroda ein. Beide Gemeinden werden täglich mit einer Verkehrsbelastung von 20.000 Fahrzeugen konfrontiert. Das entspricht einem höheren Verkehrsaufkommen als beispielsweise auf der A71 oder der A73.
Seit 2005 ist diese Anzahl nochmals deutlich angestiegen. Die Bürgerinitiative ist sich sicher, dass dies hauptsächlich durch „Mautflüchtlinge“ zustande  kommt.
Dramatisch stellt sich die Situation in Kaiseroda dar. Hier hat die Bundesstraße gerade einmal eine Breite von 6,50 m und die Gehwege ein erschreckendes Maß von 25 cm. Für Kinder und ältere Anwohner ist das ein großes Risiko.
Diesen haarsträubenden Zustand zu ändern, dafür kämpft seit vielen Jahren  mit viel Kreativität, mit unzähligen Aktionen, mit Straßensperrungen und unendlich vielen Protestschreiben an die jeweiligen Bundesverkehrsminister, die Bürgerinitiative B62. Auf einer sehr professionellen Internetseite www.bundesstraßeb62.de stellt die Initiative ihre Forderungen und Aktionen öffentlichkeitswirksam dar.

Mit einem mittlerweile angewachsenen Fachwissen und einer Ausdauer die großen Respekt verdient, sind die Akteure der Bürgerinitiativen „Kein Weg zum Bahnsteig 4“ und „B62“ unermüdlich im Einsatz, so Kuschel in seiner Begründung.