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G. Anacker

Unbeugsamkeit ist Kubas Aushängeschild

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Das Forum „Kubas neuer Weg“ , welches die Cuba si Regionalorganisation Wartburgregion durchführte, stieß auf großes Interesse

 

Bad Salzungen – Der Cuba si Regionalorganisation Wartburgregion ist es gelungen den Kuba – Spezialisten Marcel Kunzmann aus Berlin zu einem Forum über die aktuelle Lage auf der sozialistischen Karibikinsel zu gewinnen. Zum Auftakt warf er einen Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung seit Inkrafttreten des neuen Sozialismus – Modells im Jahre 2011 und belegte mit Fakten die Entwicklung des Bruttonlandproduktes von 2015 bis 2018 auf über 10 %. Die Sozialausgaben in Höhe von 27,5 % des Bruttoinlandsproduktes können sich gegenüber den internationalen Vergleich sehen lassen, hob Kunzmann hervor. Unter den Hauptschwerpunkten der im Vorjahr angenommenen neuen Verfassung, nannte der Kuba – Kenner vor allem das Festhalten an der sozialistischen Revolution, die Auskunftspflicht der Behörden, sowie die Stärkung der Verbraucherrechte. Mit Interesse vernahmen die 30 Interessenten die Informationen zu Kuba im Bad Salzunger Restaurant Bosporus. Marcel Kunzmann zeigte auf, dass unter USA – Präsident Obama die Blockade teilweise gelockert wurde, aber seit Trump das Ruder in der Hand habe, seien die Sanktionen der USA extrem ausgeweitet worden. Die Blockadeschäden zwischen April 2017 und März 2018 werden mit über 4,3 Milliarden Dollar beziffert.Tiefe Besorgnis über die Maßnahmen der US – Regierung wurden von verschiedenen Forum – Teilnehmern geäußert, denn

die unkontrollierbare Entwicklung schließe militärische Aktionen nicht aus, wurde argumentiert.

Rückkehr in den kalten Krieg nannte Marcel Kunzmann die aktuelle Entwicklung. Beispielsweise habe die USA die Einfuhr von Öl aus Venezuela untersagt. Dadurch müsse Kuba das Öl für den dreifachen Weltmarktpreis beziehen und auf den Atlantik umtanken. Die Informationen der letzten Tage in Bezug auf Einsparungen im Transport und bei der Versorgung der Bevölkerung, sollen laut

Ministerpräsident Canel am 1.10. aufgehoben werden.

Dank der internationalen Solidarität, vor allem durch China, Russland und Vietnam, aber auch weil die Wirtschaft des Landes robuster aufgestellt sei, gegenüber der 90 – er Jahren, stabilisiere sich die Lage in kleinen Schritten, unterstrich Marcel Kunzmann. Kuba in die Knie zu zwingen ist in den letzten 60 Jahren niemanden gelungen und weil es viele Verbündete hat, wird dies auch in Zukunft nicht gelingen, äußerten sich mehrere Teilnehmer des Forums.

In der Diskussion wurden vor allem Fragen aufgeworfen, wie die Jugend Kubas zu dessen aktuellen Entwicklung stehe. „Es gibt zwar den Drang, das Tempo der Digitalisierung zu erhöhen,

jedoch sei unter der Jugend landesweit die vorherrschende Auffassung, die Amerikaner haben bei uns keine Chance“, äußerte sich Marcel Kunzmann. Rainer Döhrer aus Barchfeld verwies darauf, dass Kuba zu den umweltfreundlichsten Ländern der Welt gehöre und zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten habe. Darüber hinaus stimmten seit Jahren in der UNO 191 der 193 Länder der Erde gegen die Aufhebung der Sanktionen gegen Kuba (außer USA und Israel).

Im Fazit wurde deutlich, Kuba lässt sich nicht einschüchtern. Die Mitglieder und Sympathisanten der Regionalorganisation Cuba si in der Wartburgregion waren sich am Ende des Forums einig,

ihren solidarischen Beitrag zu leisten und unterstrichen, Kuba ist nicht alleine.