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Wider aller Vernunft!

Die Logik der Entscheidungsfindung der Agentur für Arbeit aus Nürnberg, die Zusammenarbeit der Stadt Eisenach mit der Agentur für Arbeit Gotha zu beenden und Suhl zu zuordnen, kann nur mit der örtlichen, wirtschaftlichen und territorialen Unkenntnis dieser Behörde entschuldigt werden.

Gerade der Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente hat sich in Eisenach in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Politik und Agentur für Arbeit in Gotha in den letzten Jahren bewährt. Die jüngste Entscheidung ist eine politische Fehlentscheidung und stößt auf unser Unverständnis, vor allem auch deshalb, weil wie ich informiert bin, sich der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte (CDU) für die Standortänderung in Richtung Suhl in der letzten Zeit sehr engagiert hatte. Dies macht die ganze Problematik für die Stadt und ihren seit 21 Jahren gewachsenen Strukturen nicht besser, eher schlechter. Nun kann man diese Entscheidung für richtig oder falsch halten, was sie aus meinem Fokus nicht leisten kann, ist, die Bürokratie abzubauen, ebenso wenig werden sich die Wege, nicht nur für die einheimische Wirtschaft verkürzen und vor allem aber werden vereinbarte und bewährte örtliche Arbeitsmarktinstrumente auf den Prüfstand stehen. Weder ist in diese Entscheidung eine vor uns liegende Kreisgebietsreform noch der Oberbürgermeister in diese Entscheidung mit einbezogen worden. Gewachsene Strukturen, vor allem örtliche Arbeitsmarktstrukturen zwischen der Wirtschaft und dem Arbeitsamt, werden sich so wesentlich schwieriger gestalten. Darüber hinaus wird der erst im Januar 2011 vereinbarte Vertrag zwischen der Stadt Eisenach und der Agentur für Arbeit Gotha zum Ausbau des Jobcenters zur Makulatur. Hier sollten noch einmal die Vertreter der Kommunen, die dem Arbeitsamtsbezirk Gotha angehören, sich zu Wort melden!

Uwe Schenke, Mitglied in der Trägerversammlung des Jobcenter Eisenach und des Stadtrates